Metron
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Fahrwasser

Marck
Juni 2017 bis Mai 2018

Kleine Monitore zeigen eine Frau in einer sehr, sehr engen, mit Wasser gefüllten Kiste. Der schimmernde, türkisfarbene Hintergrund, die Haare, die sich auf dem Wasser zur Blüte auffächern, die erstaunlich ausladenden Bewegungen, … Das ist ästhetisch, irritierend und intim.

Zwanzig Minuten dauert die Projektion. In dieser Zeit erfahren wir aber keine Geschichte, sondern sehen Bewegungen in Echtzeit − ein Eintauchen in den Augenblick.

Die Themen Wasser und Freiheit beschäftigen den Zürcher Künstler immer wieder, aber die Aussage seiner Kunstwerke bleibt stets offen. In «Fahrwasser» ist es eine Ambivalenz zwischen Wohlgefühl und klaustrophobem Albtraum.

Könnte die Frau nicht ausbrechen? Dass sie sich eben nicht auflehnt, sondern wohlzufühlen scheint, löst Irritation aus. Gleichzeitig kann man sich dieser unbeirrbaren Gelassenheit der Frau nicht entziehen, die so sehr im Augenblick verweilt. Ist ihr Ziel nicht Flucht, sondern eine andere Art, die Dinge zu sehen?

4 Monitore und hölzerne Bilderrahmen