Metron

ÖV-Quantensprung im Landkreis Lindau am Bodensee

Der Kreistag des Landkreises Lindau am Bodensee hat zum Konzept für den neuen öffentlichen Personennahverkehr einstimmig Ja gesagt. Die Kreisräte sehen das Konzept als grosse Chance für die Attraktivitätssteigerung der Region. Ab 2021 soll es umgesetzt werden.

Auslöser für die Neuorganisation des Nahverkehrs sind der neue Bahnhof Lindau Reutin und der bevorstehende Taktfahrplan der Bahn. Mit der konsequenten Ausrichtung  der Busse auf die Bahnanschlüsse wird der ÖPNV im Landkreis als Gesamtsystem weiterentwickelt. Die Bahn gibt den Takt vor. «Der ÖPNV wird neu gedacht», sagte Landrat Elmar Stegmann im Kreistag (zitiert im «Westallgäuer»). Metron-Fachplaner Peter Schoop stellte das Projekt im Kreistag als «große Chance für einen attraktiven ÖPNV und deutlich mehr Fahrgäste» vor. Die 60 Kreisräte stehen geschlossen hinter diesem Quantensprung im öffentlichen Verkehr. Ihr gemeinsames Ziel ist, deutlich mehr Einheimische und Urlauber in die Busse zu bringen.

Entscheidend für den öffentlichen Nahverkehr sind Klarheit, Einfachheit und Zuverlässigkeit. Neun Buslinien sind vorgesehen. Die wichtigsten Orte – Lindau und Lindenberg – werden überwiegend ohne Umstieg und im Stundentakt erreichbar sein. Rückgrat soll die Westallgäu-Linie sein, die die beiden Zentren Lindau und Lindenberg verbindet und weiter nach Weiler führt.

Umgesetzt wird das Konzept in zwei Stufen: ab dem Jahr 2021 im Westallgäu und dem unteren Landkreis, ab 2023 im Argental. Für beide Stufen zusammen rechnet der Kreis mit jährlichen Mehrkosten in Höhe von gut einer Million Euro. Kreisrätin Angelika Eller-Wiedemann spricht von einem «Konzept für moderne Mobilität». Die Ausgaben werden sich langfristig rechnen, davon sind die 60 Kreisräte überzeugt.

Der Westallgäuer