Metron

1. Preis im Studienauftrag für die Klinik Arlesheim

Der internationale Architekturwettbewerb ist entschieden: Siegerin ist die Arbeitsgemeinschaft Metron-kopvol − eine Kooperation aus der Schweiz und den Niederlanden, die architektonische Expertise und Innovationskraft mit psychologischem Querdenken verbindet.

Das Siegerprojekt ist geprägt durch präzise Beziehungen zwischen innen und aussen. Der innere, vertikale Aufbau folgt einem nachvollziehbaren architekturpsychologischen Konzept und soll die Patienten physisch und emotional umfassend ansprechen. Die Setzung und Gliederung des Baukörpers und seine Einbettung in die Topographie reagieren präzise auf die Parklandschaft und die umliegenden Bauten. Park- und Gartenlandschaft sind nach dem Prinzip des Healing Environment gestaltet.

Die Jury lobt die sorgfältige Entwicklung der Patientenzimmer; ihre Dreiteilung gliedert Ankommen, Lebenswelt und Privatzone des Patienten in sorgfältig proportionierte Raumzonen. Die Raumschicht der Balkone unterstützt das Gefühl des Geschütztseins:

«Das Projekt zeigt eine tiefe und feine Durchdringung der Einzelelemente, die sensibel der Aufgabe, dem Gelände und den Patienten 'abgelauscht' sind. Die Verfasser schaffen Zwischenräume, Übergänge und damit wohltuende Situationen. Man spürt die Leidenschaft und die Chancen auf der Suche nach einer den Idealen der Anthroposophie verpflichteten neuartigen heilenden Architektur.»

Der Neubau wird das heutige Spitalhauptgebäude am Stollenrain ersetzen. Das Projekt umfasst einen Baukörper mit drei Stockwerken und 36 Einzelzimmern, die bei Spitzenbelegung zu Doppelzimmern umfunktioniert werden können. Zusammen mit der Lukas Klinik und weiteren Angeboten wird der Campus in Arlesheim künftig rund 100 Betten umfassen.

Zusammenarbeit der Metron Architektur AG mit kopvol (Rotterdam), den Landschaftsarchitekten David & Von Arx (Solothurn) und der Künstlerin Ruth Maria Obrist, Baden

Visualisierung Studio David Klemmer, Zürich