Metron

Themenheft 34: In jedem Raum Bildung!

Schule ist längst nicht mehr nur Lehr- und Lernort. Sie ist Ort der Integration, der Sozialisierung, der Kommunikation, der Freizeit, der Bewegung, der Verpflegung, der Begegnung und vieles mehr. Fünf Strategien, geknüpft an fünf Schulraumtypen, zeigen, mit welchen räumlichen Mitteln sich Schule ihren Aufgaben stellen kann.

In der Schweiz beginnt für jedes Kind mit vier Jahren die Schulpflicht. Und es werden jedes Jahr mehr Kinder. Ihnen trotz vielerorts schmalem Flächen- und Finanzbudget einen angemessenen Raum zu geben, an dem sie lernen, entdecken, ausruhen und spielen können, ist für so manche Schule eine Herkulesaufgabe.

Gesucht: Alternativen zum Massanzug
Der herkömmliche Dialog zwischen den Disziplinen Bildung und Architektur geht davon aus, dass sich Schulbauten an den jeweils geltenden pädagogischen Konzepten orientieren. Schule entwickelt sich aber permanent, während Schulhäuser – sind sie einmal gebaut – während Jahrzehnten in ihrer Struktur verharren. Wie also müsste Schulraum konzipiert sein, damit er zusammen mit der Schule dem gesellschaftlichen Wandel folgen kann?

Naheliegende und kreative Antworten
Das Themenheft stellt Möglichkeiten vor, die zeigen, wie unterschiedlich Schulen ihren Herausforderungen begegnen: Sie erschliessen schlummernde Reserven in gründerzeitlichen Lehranstalten, optimieren familiäre Schulpavillons und bemühen sich, beim Entwurf von Neubauten künftige Pädagogik vorauszudenken. Wo der Platz für ein neues Haus nicht reicht, behelfen sie sich mit temporären Erweiterungsbauten oder erschliessen fremde Orte. Alte Fabrikhallen und Wohngebäude werden zu Schulhäusern. Geschichte wird im Museum unterrichtet, Ethik bei der lokalen NGO und Französisch in der Stadtbibliothek.

Fünf Strategien für zeitgemässen Schulraum
Das Heft liefert Konzeptideen und untersucht sie auf unterschiedlichen Ebenen: Beiträge aus Sicht der Planung, der Nutzung und der Wissenschaft zeigen, wie die Umsetzung von fünf von Metron herausgearbeiteten Strategien konkret aussehen kann. Eine Quartierskizze setzt ihre exemplarischen architektonischen Ausdrücke in Beziehung zur Umgebung; Steckbriefe machen sie vergleichbar. Und die Darstellung des Wegs vom akuten Problem bis zum laufenden Betrieb im (neuen) Schulhaus ordnet die Strategien im Planungsprozess ein.

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