Metron
Dichte und Mobilität, ARE 2018

Vertiefungsanalyse des ARE verknüpft Dichte und Mobilitätsverhalten

Je dichter Herr und Frau Schweizer wohnen, desto kürzer sind ihre alltäglichen Wege und desto mehr sind sie zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte Bericht «Dichte und Mobilitätsverhalten» des Bundesamts für Raumentwicklung.

Im Auftrag des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) hat Metron die Daten des Mikrozensus Mobilität und Verkehr von 2015 vertieft analysiert. Der Fokus lag dabei auf Abhängigkeiten von Verkehrsverhalten und verschiedenen Dichte-Indikatoren. Der Bericht zeigt: Die Bevölkerung dichter Gebiete ist im Alltag mehr mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) und zu Fuss unterwegs als Bewohner eher spärlich besiedelter Gebiete.

Neben der Verkehrsmittelwahl betrachtet die Analyse auch den Zusammenhang von Dichte und beispielsweise dem Besitz von Fahrzeugen und ÖV-Abonnementen. Ausserdem wurde der Zusammenhang von Dichte und Distanz untersucht. Bewohner dichter Gebiete legen demnach die kürzesten Distanzen im Alltagsverkehr im Inland zurück, doch unternehmen sie gleichzeitig häufiger und markant weitere Reisen mit Übernachtungen, insbesondere Flugreisen. Im Gegensatz zum Alltagverkehr im Inland scheinen Reisen im Ausland allerdings kaum vom Wohnumfeld beeinflusst zu sein, sondern eher vom ökonomischen Umfeld sowie soziodemographischen Faktoren geprägt.

Seit das Raumplanungsgesetz revidiert wurde, erfolgt Siedlungsentwicklung vor allem nach innen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen deren positive Effekte auf das alltägliche Mobilitätsverhalten der Schweizer Bevölkerung und bestärken uns darin, Verkehr und Raumentwicklung zusammen zu denken.

zur ARE-Studie «Dichte und Mobilitätsverhalten»