Auftraggeber Stadtplanungsamt Bern
Jahr 2017–2018
Ort Bern
  • Auf Karte anzeigen

Wer Bern gen Westen mit dem Zug verlässt, fährt durch Ausserholligen. Hier fächern sich die Gleise auf und durchschneiden den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) an mehreren Stellen. Seit 2011 gibt es Bestrebungen, den Europaplatz im Süden mit dem Gebiet Weyermannshaus Ost im Norden für den Fuss- und Veloverkehr zu verbinden. Die rasante Entwicklung des Gebiets überholte jedoch immer wieder die gemachten Pläne.

2017/18 nahm Metron das Tempo auf. Innerhalb weniger Wochen und mit einem Budget von lediglich 50’000 Franken verglich das Team verschiedene Varianten von Passerellen und Unterführungen. Die Variantenbeurteilung ähnelte in ihrer Methodik einer Zweckmässigkeitsbeurteilung und basierte auf den Annahmen, die vorangegangene Pläne für die nötige Verkehrsleistung gemacht hatten.

Die Bestvariante beinhaltet eine grosszügige Personenunterführung als Schlüsselelement für einen öffentlichen Viaduktraum, der sich ideal in die Arealentwicklungen nördlich und südlich der Bahngleise einpasst. Mit einem Video, mit dem Interessierte in das 3D-Modell der Unterführung eintauchen können, macht Metron die Verkehrs- und Raumqualität der Lösung erlebbar.

Der Variantenentscheid war ein Katalysator für die Entwicklung des ESP Ausserholligen. Darauf aufbauend prüften und entschieden Stadt und Kanton Bern, BLS und SBB in rekordverdächtiger Zeit, die Bahnhaltestelle Steigerhubel nach Osten zu verschieben und die künftige Personenunterführung auch als Bahnzugang zu nutzen. Damit wird die lokale Erschliessung maximiert und gleichzeitig der Umsteigehub Europaplatz gestärkt. Der Viaduktraum bindet die Teilräume im ESP Ausserholligen zusammen. Ein Durchbruch auch unter dem Bahntrassee Richtung Freiburg ist bereits im Gespräch.