Auftraggeber Bundesamt für Strassen ASTRA
Jahr 2015–2018
Ort Schweiz

Der Veloverkehr in der Schweiz nimmt seit Jahren zu. Vor allem im urbanen Raum steigt das Interesse – und damit das Bedürfnis nach Velostrassen. Auf Initiative einiger grösserer Städte startete das Bundesamt für Strassen ASTRA 2015 Pilotversuche in Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich: Auf acht versuchsweise eingeführten Velostrassen wurden ein Jahr lang die Veränderungen im Verkehrsverhalten beobachtet. Das ASTRA übernahm die Federführung; die Städte waren für die infrastrukturellen Massnahmen und die Erhebungen zuständig.

Metron unterstützte die Städte und das ASTRA mit der Erarbeitung der konzeptionellen Anforderungen an die Velostrassen und einem breit abgestützten Monitoringkonzept. Die wichtigsten Grundlagen für die Erfolgsmessung waren Befragungen der Strasseneigentümerschaften, der Nutzenden der angrenzenden Bebauungen und der Verkehrsteilnehmenden sowie umfangreiche Video- und Unfallanalysen. Die Kommunikation sowie die Projektierung, Durchführung und Begleitung der einzelnen Versuchsprojekte erfolgte durch die Städte. Metron entwarf in separatem Auftrag die zwei Velostrassen in der Stadt Bern.

Aufgrund der Ergebnisse aus den Pilotversuchen wurde entschieden, in Abweichung von vielen anderen Ländern auf eine Einführung neuer Signale «Velostrasse» zu verzichten. Mit der Ergänzung von Artikel 4 Absatz 1b der Verordnung des UVEK über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen wird jedoch der Kerninhalt der Schweizer Spielart der Velostrassen legalisiert: In Tempo-30-Zonen kann seit Januar 2020 zugunsten einer Priorisierung des Veloverkehrs vom prinzipiell vorgeschriebenen Rechtsvortritt abgewichen werden.

Download: Bericht zum Pilotversuch Velostrassen

Alle involvierten Tätigkeitsbereiche
Verkehr und Mobilität / Veloverkehr Forschung und Leitfäden