Auftraggeber Stadt Bern, Tiefbauamt
Jahr 2021–2025
Ort Bern
  • Auf Karte anzeigen

Der öffentliche Raum ist für alle da. In grossen und kleinen Projekten bemühen sich die Verantwortlichen, verschiedenen Altersstufen, Mobilitätsansprüchen und Sicherheitsbedürfnissen gerecht zu werden. Doch der Teufel steckt im Detail: Kleine Stufen, filigrane Stadtmöbel oder Zebrastreifen werden gerade für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft oder Mobilität schnell zur Gefahr.

Das Behindertengleichstellungsgesetzt (BehiG) hält deshalb fest, dass Neu- und Umbauten im öffentlichen Raum zwingend hindernisfrei sein müssen. Die Stadt Bern geht weiter und hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Stadtraum generell hindernisfrei zu gestalten – auch im Bestand. Sie hat Metron damit beauftragt, vorhandene Schwachstellen im Verkehrsraum zu identifizieren und Massnahmen zu entwickeln, um sie zu beheben. In zahlreichen Begehungen haben sich die Fachleute ein Bild gemacht und rund 2’000 Defizite erfasst. Die Vorschläge, wie die gefundenen Hindernisse besser sichtbar gemacht werden können, sind simpel. Oft reicht ein wenig Farbe; auf dem Boden machen die bekannten weissen Rillen, sogenannte taktil-visuelle Leitlinien den Unterschied. GIS-Auswertungen ermöglichen es, strukturiert mit der Vielzahl an Kleinstmassnahmen umzugehen und sie sachlich wie räumlich zu priorisieren. Thematisch gebündelte Objektblätter helfen der Stadt, ihre vorhandenen Mittel effizient einzusetzen.

Das Projekt entstand im engen Austausch mit den Behindertenorganisationen. Von der Zusammenarbeit profitiert Metron in einem weiteren UHR-Auftrag: dem hindernisfreien Zugang zum öffentlichen Verkehr.

Auf der Seite Bern hindernisfrei informiert die Stadt über die Pläne und die wichtigsten Massnahmen im Bereich hindernisfreier Verkehrsraum.