Aktuelles – 29.10.2024

Mehr Sicherheit, weniger Elterntaxis an Könizer Schulen

Kinder bemalen die Strasse vor der Schule Blindenmoos in Köniz, um Elterntaxis zu vermeiden

Mit dem Auto zur Schule– für viele Könizer Primarschulkinder ist das Alltag. Doch die sogenannten Elterntaxis blockieren Strassen und gefährden Kinder, die zu Fuss unterwegs sind. An der Primarschule Blindenmoos startet die Gemeinde nun ein Pilotprojekt mit gezielten Halteangeboten und -verboten: für weniger Autoverkehr und mehr Sicherheit rund um die Schule.

Alles neu macht der Herbst. Während der Ferienzeit wurde das Verkehrsregime angepasst; nun gestalten die Kinder die Zufahrt, die von der Schwandenhubelstrasse zu ihrer Schule führt. Letztere ist neuerdings nur noch für Anwohnende, Post und anderen Zubringerverkehr geöffnet.

Angebot und Verbot – zweispurig zu mehr Klarheit und Sicherheit

Der von Metron ausgearbeitete Weg zu einer autoärmeren Schulumgebung verläuft zweispurig: Zum einen ist in der Schwandenhubelstrasse neuerdings nur noch Zubringerdienst gestattet. Elterntaxis sind explizit ausgeschlossen und Halten ist verboten. Doch Eltern werden ihre Kinder weiterhin mit dem Auto zur Schule bringen. Deshalb gibt es zum anderen zwei Kiss & Ride-Plätze in der Gaselstrasse. Das neue, gezielte Angebot soll verhindern, dass sich der Elterntaxidienst ins Quartier verlagert.

Auf allen Ebenen: Partizipation der Schule, Sensibilisierung der Eltern und Mithilfe der Kinder

Die verkehrlichen Massnahmen ergänzen intensive Sensibilisierungsmassnahmen der Schule wie die Kampagne «Ich kann das. Ich geh zu Fuss.» oder die Aktionswoche «Stopp Elterntaxis». Die Schule selbst war eng in den Prozess, der zur neuen Verkehrsregelung geführt hat, involviert. Und auch die Schülerinnen und Schülern sind dabei: Diese Woche haben sie gemeinsam die Zufahrt zu ihrer Schule bemalt, die nun ruhiger wird. So kann die Änderung einmal durch die Hände gehen und bewusst von den Kindern wahrgenommen werden.

Vom Pilotprojekt zu allgemeingültigen Empfehlungen

Die neue Regelung an der Primarschule Blindenmoos ist ein Pilotprojekt. Das Grundprinzip ist simpel: Aus einer Achse wird der Verkehr herausgehalten; auf einer anderen Achse ein gezieltes, kontrolliertes Angebot geschaffen. Metron wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde beobachten, wie sich der Verkehr und die Sicherheit in der Schulumgebung entwickeln, welche Einzelmassnahmen funktionieren und wo Anpassungsbedarf besteht. Daraus werden Empfehlungen abgeleitet, die auch an anderen Schulhäusern umgesetzt werden können.

Nähere Informationen zum Projekt sowie weiterführende Links finden sich auf der Website der Gemeinde.

Foto: Daniel Bill